Originalhersteller erschweren das umweltschonende Remanufacturing von Toner
7. Mai 2009 | 14:59
Schon lange bekannt ist, dass viele Druckerhersteller Ihre Gewinne zum größten Teil nicht mit den angebotenen Druckern, sondern dem Zubehör sowie vor allem dem Verbrauchsmaterial erzielen. Immer öfter werden Laserdrucker mit Sonderaktionen an den Mann gebracht – der Druckerbesitzer hat keine andere Möglichkeit, als das für sein Gerät passende Zubehör zu erwerben, um den Drucker zu betreiben. Anbieter kompatibler Toner sind den Originalherstellern natürlich ein Dorn im Auge, denn sie können durch effizientes Recycling von Leertoner und den Einsatz neuer Verschleißteile ein umweltbewussteres und deutlich preisgünstigeres Produkt anbieten.
Da Unternehmen gerade in schwierigeren Zeiten effizienter wirtschaften und sinnvoll Kosten einsparen möchten, werden Alternativtoner, vor allem Remanufactured Toner, immer beliebter. Daher versuchen die Originalhersteller den Recyclingtoner-Anbietern das Geschäft streitig zu machen und probieren durch diverse Maßnahmen ihre Tonermodule so zu bauen, dass eine Wiederaufbereitung immer schwieriger wird.
Ein solcher Fall liegt bei der neuen HP Tonerkartusche für LaserJet P2055 vor. Anstatt eines normalen Zahnrads hat Hewlett Packard eine spezielle Kardanwelle entwickelt und eingesetzt, die für die Trommelbewegung sorgt. Bislang war die Wiederaufbereitung von Tonermodulen in diesem Punkt recht einfach, da Zahnräder nicht patentiert werden können. Die verwendete Kardanwelle bzw. das Prinzip dahinter wurden jedoch von HP patentiert, so dass eine Verwendung bzw. eine technische Änderung erst patentrechtlich überprüft werden muss, was mit Kosten sowie einer eventuellen technischen Veränderung verbunden ist.
Aus rein technischer Sicht gesehen ist eine Kardanwelle nach Expertenmeinungen in der Tonerkassette in keinster Form vorteilhaft oder gar notwendig. Hier handelt es sich scheinbar nur um eine Entwicklung, die Anbietern von Recyclingtonern das Leben schwer macht. Vielleicht kann uns HP aber die Vorteile der Kardanwelle erklären? Über eine Email-Stellungnahme hierzu würden wir uns freuen.
Sobald die technischen sowie patentrechtlichen Aspekte geklärt sind und eine ausreichende Leergutsituation sichergestellt ist, wird Emstar wohl als erster oder zumindest einer der ersten Hersteller einen kompatiblen Toner für HP LaserJet P2055 sowie P2035 anbieten.
Ihr Toner-Emstar.de Supportteam
Im Bereich kompatible Tintenpatronen und Toner zeigt sich der größte Unterschied in der Art der Wiederaufbereitung der leeren Originalkassette. Bei Billigprodukten, häufig in osteuropäischen oder asiatischen Staaten “Made in China” gefertigt, werden meist nur die leeren OEM-Produkte grob gereinigt und mit einfachem Standard-Tonerpulver aufgefüllt sowie ein neuer Siegelstreifen eingesetzt. Wenn man jedoch bedenkt, dass alle Verschleißteile an einer Tonerkartusche oder Tintenpatrone vom Originalhersteller nur auf die angegebene Druckleistung ausgelegt sind, kann es hier schnell zu Problemen und deutlichen Qualitätseinbußen kommen.
Dumpingpreisen angeboten. Hier sollte man genau hinterfragen, wie der niedrige Preis zu Stande kommt. Denn wenn man die einzelnen Arbeitsschritte sowie den Einsatz von Neuteilen betrachtet, wird sicher jedem klar sein, dass ein bestimmtes Preisniveau unumgänglich ist, um eine entsprechende Druckqualität zu erreichen.